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Bernhard Hörler

1968 geboren und in Dietikon bei Zürich aufgewachsen, erhielt er mit acht Jahren seinen ersten Klavier- und mit neun Jahren an der St.-Agathaorgel seinen ersten Orgelunterricht bei Hildegard Haeseli. Bereits als Elfjähriger wurde er Aushilfsorganist in der Dietikoner Pfarrei St. Josef.

1985 trat er nach je einem halben Jahr Orgelunterricht bei Felix Gubser und Dr. Bernhard Billeter in die Musikakademie Zürich ein und studierte bis zum Diplom 1990 und noch eine Weile danach Orgel bei Bernhard Billeter und Improvisation bei Prof. Rudolf Meyer in Winterthur. Gregorianik studierte er bei Pater Roman Bannwart, Liturgik, Hymnologie und Gottesdienstgestaltung bei Pfarrer Hansjürg Stefan. Verschiedene Studienreisen führten ihn in dieser Zeit nach Paris, Spanien und Österreich. Im Tessin und auf zwei Italienreisen lernte er im Eigenstudium die italienischen Orgeln des Barock und der Romantik und deren Eigenheiten kennen. Bei mehreren Aufenthalten im bretonischen Wallfahrtsort Ste. Anne d’Auray studierte er zudem die französische Gottesdienstgestaltung mit begleiteten Wechselgesängen und anderen Besonderheiten und eignete sich die farbenreiche französische Registrierkunst bei Liedbegleitungen an.

1984 erhielt er seine erste Stelle an der St.-Mauritiuskirche in Oberengstringen; diesem Amt ist er bis heute treu geblieben. Seit 1984 orgelt er auch im Limmattalspital in Schlieren. 1993 war er für ein Jahr als Organist an der Bruderklausenkirche in Urdorf tätig.

Seit 1994 ist Bernhard Hörler Hauptorganist an der St.-Agathakirche Dietikon.

Seit 1991 unterricht er an der Musikschule Merenschwand (AG) und hat auch einige private Schülerinnen und Schüler.

Bernhard Hörlers Hauptinteresse gilt den (durch fanatische Anhänger des längst überholten Gedankenguts der so genannten «Orgelbewegung») leider immer noch gefährdeten romantischen Orgeln des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, für deren Erhalt er sich sehr stark einsetzt. Es gelang ihm auch bereits, solche Instrumente zu retten. Von Zeit zu Zeit schreibt er Aufsätze in Orgelfach- und Kirchenmusikzeitschriften. Zudem erstellt er ein Inventar aller noch erhaltenen Orgeln des bedeutenden Luzerner Orgelbauers Friedrich Goll (1839-1911) und verfasst derzeit eine Biografie über sein Leben und Werk. 2004/2007 vollendete er eine umfassende Schrift über die Dietikoner Orgeln seit 1862. Seit 2005 ist er Mitglied der AGSO (Arbeitsgemeinschaft für Schweizerische Orgeldenkmalpflege).

Bernhard Hörler pflege mehrheitlich die romantische Orgelliteratur, wobei er gerne Raritäten spielt. Auch improvisiert er sehr viel, komponiert selber Orgelmusik und andere und arrangiert bestehende Werke für neue Besetzungen. Er pflegt eine rege Konzerttätigkeit als Solist und als Begleiter in der ganzen Schweiz und im Ausland. Die meisten Konzerte bestreitet er mit diversen Panflötenformationen, vornehmlich mit den panflini und seit 1985 mit Jörg Frei. Er schreibt zu seinen Konzerten immer sehr ausführliche Programmtexte über die Werke und deren Schöpfer.

Im März 2003 hatte er seinen ersten Radioauftritt an der historischen Goll-Orgel in Beinwil im aargauischen Freiamt.

Bernhard Hörler ist jeweils von Ostern bis zu den Sommerferien und vom September bis zur Fastenzeit jeden Freitagabend von 18.40 Uhr bis um 19.00 Uhr in der St.-Agathakirche Dietikon in den zwanzigminütigen Feierabendkonzerten («Musik in der Kirche zum Feierabend») zu hören.

Konzert auf der Kollegiorgel

22. April 2007